Ich lehre historisches Säbelfechten, wie es im 19. und frühen 20. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum praktiziert wurde. Diese Form des Fechtens mit dem schweren Säbel ist eng verwandt mit dem Säbelfechten das heute noch in einigen studentischen Korporationen, speziell in Österreich und der Schweiz und im pennalen Fechten ausgeübt wird. Es handelt sich hierbei um Säbelfechten wie es zur Vorbereitung auf ein Ehrenduell und bei der Fechtausbildung für Offiziere in früheren Zeiten vermittelt wurde.
Geübt wird mit Korbsäbeln und schweren Säbeln des sogenannten österreichischen Types. Anfänger können für die allerersten Lektionen einen Sportsäbel benutzen.

In der europäischen Gesellschaft des 19. Jahrhundert wurde dem
Ehrenkodex größte Bedeutung zugemessen. Wurde ein Mann von Stande in
seiner Ehre angegriffen, kam es unweigerlich zum Duell, das entweder mit
Pistolen oder mit Säbeln ausgetragen wurde
Studium der
Fechtkunst des 19. Jahrhunderts führt damit auch zum Studium der
gesellschaftlichen und geistigen Hintergründe des Fechtsystems. Es ging
darum, nach den damals anerkannten Regeln des Duells ein ehrenhaftes
Säbelgefecht führen zu können. Oberstes Gebot war, das Duell ehrenhaft
zu führen, ein unehrenhafter Sieg war wertlos und führte etwa zur
Anklage wegenMeuchelmord.